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2008er Weissburgunder

2008er Weissburgunder

 

Beim dritten Winzer, den ich besuchte probierte ich einen sortenreinen Weissburgunder aus dem Jahre 2008.

Der Wein verfügt über ein sehr intensives und vielschichtiges Bukett mit Noten von Mandeln aber auch von gelbem Steinobst wie zum Beispiel Mirabellen.

Die Aromen bauen sich in einer komplexen Geschmackskurve auf, von Mirabellen über Stachelbeeren hin zu einem zarten Abgang. Trotz dieser Vielschichtigkeit und 13% Alkohol büßt der Wein nichts von der  Leichtigkeit ein, die dieser Rebsorte zu eigen ist. Zusätzlich verschafft die für einen Weissburgunder hohe Säure dem Wein eine gewisse Lebendigkeit.

Preis: 8,60€

Der Isegrimhof

Der Isegrimhof in Ungstein (bei Bad Dürkheim) wird heute von Klaus Wolf geführt, nachdem er 1959 von dessen Vater gegründet wurde. Bereits seit 1984 wird hier ökologischer Weinbau betrieben und ich habe selten Menschen getroffen die von diesem System so überzeugt sind wie die Familie Wolf. Doch auf dieser Seite stehen die Produkte und nicht die Bewirtschaftung im Vordergrund.

Mehr als die Hälfte der Weinberge des Bioland Betriebs sind mit Riesling bepflanzt. Wie schon in der Einleitung erwähnt ist das für die Pfalz keine Seltenheit. Das Sortiment beeinhaltet aber durchaus auch typische Weine der Pinot-Familie wie Chardonnay, Auxerrois, Spätburgunder u.a.

2009er Spätburgunder

Einen Spätburgunder im Angebot zu haben gehört natürlich auch in der Pfalz zum guten Ton, daher war es für mich auch nicht schwer, einen solchen Wein auf dem Isegrimhof zu probieren.

Der 2009er Spätburgunder tritt mit einem sehr direkten Bukett von Kirsche und Brombeeren auf. Mit 14% Vol.  kann dieser Wein als schwer beziehungsweise als alkoholbetont bezeichnet werden. Dies sollte nicht negativ aufgefasst , bei der Planung des “Einsatzgebietes” jedoch berücksichtigkt werden. Bei den Aromen fällt es mir schwer mich festzulegen. Leichte Holztöne sowie eine ausgeprägte Tannin und Gerbstoffstruktur sind klar festzustellen. Ansonsten lässt sich für mich nur sagen, dass der Wein nach reiferen dunklen Früchten schmeckt, was aber noch nicht als Marmeladenton bezeichnet werden kann. Alles in allem ein nachhaltiger Wein, der alle Erwartungen  erfüllt.

Preis: 6,10€

2009er Chardonnay-Weißburgunder

 

Der zweite Weißwein ist ein Chardonnay-Weißburgunder-Verschnitt des Weinguts “Isegrimhof” in Ungstein.
Auch bei diesem Wein kommt die Sortentypizität nicht zu kurz. Zitrusdüfte, unter anderem eine Spur von Zitronengras, dominieren das Bukett. Ein Duft der sich am ehesten mit Honigmelone beschreiben lässt, macht den Wein zusätzlich attraktiv.
Auch geschmacklich bleiben die Zitrusnoten im Vordergrund. Dadurch wirkt der Wein frisch und trotz 12,5% Vol. so leicht, dass ich ihn als Wein für warme Sommerabende empfehlen würde. Der zart schmelzige Abgang rundet den insgesamt sehr harmonischen Wein ab.
Preis: 4,90€

Weingut Karl Schaefer

Das Weingut Karl Schaefer ist ein traditionsreicher Betrieb im Herzen Bad Dürkheims. Seit 1843 wird unter diesem Namen Wein angebaut. Unter Kellermeister Jan Groß wird das Weingut nun in der 6. Generation geführt.
Damals wie heute konzentriert man sich vorallem auf die Produktion trockener Weine, bevorzugt Rieslinge, die ein hohes Lagerungspotential aufweisen. Mit Hilfe trocken ausgebauter Rieslinge fängt der Kellermeister die Charakteristiken der verschiedenen Lagen ein. Diese reichen vom basalthaltigen Forster Pechstein über unterschiedliche Sandsteinarten im Wachenheimer Fuchsmantel bis zu den Kalkböden des Ungsteiner Herrenbergs. Insgesamt verfügt das Weingut über 16 ha Weinbergsflächen, die allesamt ökologisch bewirtschaftet werden und “nur” zu 70% mit Riesling bepflanzt sind. Das heißt, dass sich noch Platz findet um hervoragende Burgunder zu produzieren.

2009er Spätburgunder

 

Das Weingut K. Schaefer hat, wie die meisten Weingüter der Pfalz, auch einen Spätburgunder im Angebot.
Typische Aromen wie Kirsche, scharze Johannisbeere aber auch Brombeere wurden hier durch einen leichten Holzton und eine spürbare Säure aufgewertet. Mit nur 12,5% Vol. handelt es sich um einen relativ leichten Rotwein. Kurz und bündig: unkomplizierter, sortenreiner Spätburgunder, von dem es auch gerne einmal ein paar Gläser mehr sein dürfen.
Preis: 9€ (erhältlich ab Dezember 2010)

2009er Fossilium Blanc/Blanc, ein Weißburgunder-Chardonnay-Verschnitt

Der erste Wein den ich probiert habe, ist ein Weißburgunder-Chardonnay-Verschnitt mit dem vielversprechenden Namen: “Fossilium Blanc/Blanc”. Erzeugt wurde er vom Weingut Karl Schäfer in Bad Dürkheim.
Das Bukett fällt mit einem Zitruston und dem dezenten Geruch nach Limetten sehr sortentypisch aus. Desweiteren lässt der Geruch einen leichten Wein erwarten, doch dieser Eindruck täuscht.
Was der Name erahnen lässt, wird vom ersten Schluck bestätigt: die auf fossilem Kalkstein wachsenden Reben geben dem Wein eine mineralische Note. In Verbindung mit dem hohen Alkoholanteil (13% Vol.) und den dezenten Holznoten wirkt der Wein wesentlich schwerer als das Bukett in Aussicht stellt. Dadurch, dass der Wein sehr trocken ausgebaut wurde (1g RZ) tritt die Mineralik in den Vordergrund, was den Wein anspruchsvoll und interessant macht. Die erstaunlich weiche Säure harmoniert sehr gut mit der leichten Bitternis im Abgang. Abschließend lässt sich anmerken, dass dieser Wein durchaus Lagerungspotential hat.
Preis: 14€

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